Waldkindergarten

Waldkindergarten: Waldtag und Waldmonat

Unser Kindergarten hat in jeder Woche einen Waldtag. Auf unserem eigenen Waldgrundstück am Fasenenkrug können die Kinder so zu jeder Jahreszeit die Natur erleben. Auch eine Hütte steht uns dort zur Verfügung. Im Mai ist unser alljährlicher Waldmonat - dann ist jeder Tag Waldtag: 4 Wochen Natur pur. Unser Waldmonatprojekt "Ein Wald für alle" hat 2008 sogar den Umweltpreis der Niedersächsischen Umweltstiftung erhalten.

Der Waldkindergarten bietet vielerlei Positives:

  1. Bewegung macht intelligent! Eine gesunde körperliche und geistig-seelische Entwicklung stehen in einem engen Zusammenhang zueinander. Der Wald bietet all die Bewegungs-, Balancier-, Kletter- und Auslaufmöglichkeiten, die im Kindergartenalltag mühsam durch Außenspielgeräte oder Angebote in Turnhallen initiiert werden müssen. Kinder, die am Anfang des Monats noch durch häufiges Stolpern auffallen, bewegen sich zunehmend sicherer und mutiger durch das Gelände.
  2. Ein Monat in der Natur ohne Spielzeug im herkömmlichen Sinne beflügelt die Phantasie, setzt Eigeninitiative in Gang, bringt auf ganz neue Ideen, hilft eigene Grenzen und Stärken entdecken und - vor allem schafft es die Erfahrung, dass "Dinge" entbehrlich sind und dass das Spiel und damit das Leben trotzdem, oder gerade deswegen, Spaß macht, Lust bringt und spannend ist. Das ist in unseren Augen ein wichtiger Beitrag zur Suchtprävention.
  3. Spielen in der Natur bedeutet, Erfahrungen machen mit wirklich allen Sinnen in Reinkultur: Den Pflanzen beim Wachsen zusehen, den Frühling zu riechen, die Schnecken zu fühlen, den Regen, die Sonne auf der Haut zu spüren und der Stille zu lauschen. Wald bietet außer der Möglichkeit sich auszutoben auch die Gelegenheit, zur Ruhe und zu Entspannung zu kommen, sich selbst zu finden, in sich zu ruhen.
  4. Kindergarten ohne Mauern bedeutet weniger Auseinandersetzung, weniger Aggressionen. Demgegenüber ist das Zusammengehörigkeitsgefühl ein größeres: Wir sind gemeinsam unterwegs, machen gemeinsam Rast, warten an bestimmten Punkten, bis auch alle da sind, schaffen es nur gemeinsam unsere Bollerwagen über Stock und Stein zu ziehen, bauen gemeinsam Hütten und können uns weit ausbreiten, erleben aber dennoch täglich gemeinsame Abenteuer.
  5. So ganz nebenbei gibt es für alle Kinder und auch für die Erwachsenen naturkundliches Wissen: Sei es durch den uns ab und zu einmal begleitenden Förster oder die Bestimmungsbücher, die wir dabei haben, um auf die Kinderfragen eine Antwort zu finden.
  6. Und last but not least: Der Gedanke zum Umweltschutz. Nur was ich kennen und lieben gelernt habe, bin ich auch bereit zu schützen.