Konzept

Unser Bild vom Kind

Kindheit ist ein eigenständiger Lebensabschnitt. Kinder sind keine "unfertigen" Erwachsenen. Jedes Kind bringt seine eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten, seine Persönlichkeit mit in den Kindergarten.

Kinder sind Menschen in einer sensiblen Entwicklungsphase, die des besonderen Schutzes, der Förderung und der Begleitung bedürfen.

Kinder sind bewegungsfreudig, selbstbestimmend, neugierig, kreativ, lebensfroh, freiheitsliebend, spontan, phantasievoll, naturverbunden, sie haben ihren eigenen Zeitrythmus und sie sind ehrlich im Denken, Tun und Handeln. Sie nehmen mit allen Sinnen wahr und auf.
Wie Hirnforschungsergebnisse belegen, sind Kinder im Kindergartenalter besonders aufnahmefähig. Es werden u. a. wichtige Strukturen für den mathematisch-naturwissenschaftlichen und sprachlichen Bereich gebildet.

Janusz Korczak:

  • Du hast das Recht genauso geachtet zu werden, wie ein Erwachsener.
  • Du hast das Recht, so zu sein wie du bist.
  • Du mußt dich nicht verstellen und so sein, wie die Erwachsenen es wollen.
  • Du hast ein Recht auf den heutigen Tag, jeder Tag deines Lebens gehört dir, keinem sonst.
  • Du, Kind, wirst nicht erst Mensch, du bist Mensch.

Kinder können viel leisten, wenn sie sich angenommen und verstanden fühlen. Daraus ergeben sich für uns folgende Ziele für die pädagogische Arbeit:

  • Der Kindergarten versteht sich als familienergänzende Einrichtung, deren Aufgabe es ist, den Kindern zu helfen, Gemeinschaft zu leben, Geborgenheit zu erfahren, Andersartigkeit zu akzeptieren, die Kinder in ihrer emotionalen Entwicklung zu unterstützen und ihnen Raum zum sozialen Lernen zu bieten.
  • Dabei vertrauen wir auf den Selbstbildungsprozess des Kindes. Wir unterstützen die Kinder in ihrer körperlichen und sprachlichen Entwicklung, dabei setzen wir Grenzen, machen Mut, trösten, stärken und unterstützen sie.
  • Wir achten die Kinder in ihrer Persönlichkeit, mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten und begleiten die individuelle Entwicklung von kognitiven Fähigkeiten und die Freude am Lernen.

Wir wollen für die Kinder Bedingungen schaffen, sie dabei begleiten und unterstützen, dass sie

  • ihre Selbstständigkeit, ihr Selbstbewusstsein, ihre Unabhängigkeit,
  • ihre Handlungs- und Konfliktfähigkeit,
  • ihre Phantasie und Kreativität entwickeln, weiterentwickeln und stärken können.

Wir wollen mit den Kindern

  • leben für Spiel, Kreativität und Lebensfreude,
  • lachen für Lust und Humor,
  • lieben für Geborgenheit und Sicherheit,
  • lernen für Freude am Lernen.

Aus unserem Bild vom Kind leiten wir unsere pädagogische Arbeit ab. Wir legen besonderen Wert auf eine ganzheitliche Förderung der Kinder in den Bereichen der Sinneswahrnehmung (hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen), der Bewegung, der Sprache, der Kultur und des sozialen Miteinanders.

Statt den Kindern ein Paket von Fähigkeiten und Kenntnissen zu vermitteln, soll vielseitiges Lernen im Prozess ermöglicht werden. Themen werden in Projekten behandelt, sind nicht vorgefertigte, zu Ende geplante Programme. Um sie zu verwirklichen, braucht es Raum, Zeit, Vertiefung in eine Sache, Kleingruppenarbeit sowie die Bereitschaft von Erwachsenen, selbst zu lernen und immer wieder neue Blickwinkel einzunehmen.

Methoden

Das Freispiel ist für uns das wichtigste Element des Kindergartentages. Spielen ist die entscheidendste und wichtigste Lernform für Kinder im Vorschulalter.

Die Angebote, die wir Kindern machen, orientieren sich an ihren Bedürfnissen und ihrem Entwicklungsstand, ihrer Lebenssituation und dem Umfeld. Daraus ergeben sich Angebote für einzelne Kinder (z. B. sprachliche oder motorische Förderangebote), kleine Gruppen (z. B. Kochen, Schulanfängerfahrt), Angebote für die gesamte Gruppe (z. B. Mittagskreis mit Sing- und Gruppenspielen, Bilderbuchkino, Bewegungsspiele auf der Wiese), Projekte (z. B. Waldkindergarten, Holzwerkstatt, Kräuterbeet, Indianer, Unterwasserwelt), Ausflüge in die Umgebung (z. B. Spielplatz, Besuche von Kindern, Schatzsuche), das Wahrnehmen von Kulturangeboten (z. B. Theater und Kino im Stadtteil) und die Einbeziehung von Medien (z. B. CD-Player, Overheadprojektor, PC).

Zusammenarbeit mit Eltern und Träger

Für ein gutes Gelingen der pädagogischen Arbeit ist eine vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Eltern und Träger (Vorstand) unerlässlich.

Diese Arbeit findet im Rahmen von Elternabenden, Elternstammtischen, Informationen an der Pinwand, Einzelgesprächen, Vorstandssitzungen, Mitgliederversammlungen, gemeinsamer Gestaltung und Durchführung von Festen und Ausflügen statt.

Zusammenarbeit im Team

Erforderlich für eine gute Zusammenarbeit im Team sind regelmäßige Dienstbesprechungen, Fallbesprechungen, Fortbildung, Bildungsurlaub und Studientage. Diese dienen der ständigen Reflektion und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit.

Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen

Regelmäßige Kooperationstreffen von Grundschulen und Kindertagesstätten des Stadtteils. Regelmäßiger Austausch mit anderen Leitungen der Kindertagesstätten des Stadtteils.